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Ausstellung zur Migration im Avers

Nach zehn erfolgreichen «hexperimenten» geht der Verein «die bühne im avers» neue Wege. Vom 15. Juli bis 16. September 2017 präsentiert er im «Nüwa Hus» eine Ausstellung über Ein- und Auswanderung im Avers. 

ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv

ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv

Global brisant, lokal beleuchtet: Die Ausstellung der Kuratorin Ina Boesch und des Szenografen Remo Arpagaus veranschaulicht im Kleinen, was heute im Grossen geschieht. Sie zeigt Migration als «Normalfall»: Seit je gibt es Wanderungen – und schon immer Gebiete, die auf Einwanderung angewiesen sind.

Die Ausstellung «aus und ein» spannt den Bogen von der Vergangenheit bis heute. Sie thematisiert neben Wanderungen, die zu Niederlassungen führen, auch temporäre oder saisonale Bewegungen. Sie eröffnet den Zugang über Lebensgeschichten und gibt Zeitzeugen eine Stimme.

 

Ausstellung

«aus und ein» – Migration im Avers

15. Juli bis 16. September 2017
durchgehend geöffnet
Bim nüwa Hus, Avers-Cresta

Begleitprogramm

 

Eröffnung
Samstag, 15. Juli, 16.00–18.00

Kurt Patzen, Gemeindepräsident
Ina Boesch, Kuratorin
Remo Arpagaus, Flöte, und Dirk Sauer, Harmonium

Führungen/Vorträge  
mit der Kuratorin und Gästen

Samstag, 22. Juli, 14.00
Führung mit Marie Loi-Veraguth: Zeitzeugin Kraftwerkbau

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Ende der Fünfziger, Anfang der Sechziger Jahre arbeiteten in Avers und Umgebung mehrere tausend italienische Arbeiter am Bau des Wasserkraftwerks – so auch der Mann von Marie Loi-Veraguth.

Sonntag, 30. Juli, 14.00
Vortrag von Peter Michael-Caflisch: Zur Auswanderung der Bündner Zuckerbäcker

Im 19. Jahrhundert wanderten viele Bündner nach Nord- und Osteuropa aus, um dort als Konditoren und Bäcker zu arbeiten – so auch Anton Joos aus Avers. Er gründete 1825 in Kopenhagen das berühmte Café Josty.

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Sonntag, 6. August, 14.00
Vortrag von Jürg Stoffel: Zur Kulturlandschaft im Avers

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Im 14. Jahrhundert gehörte der Hof, der für «aus und ein» als Ausstellungsort dient, rätoromanischen Siedlern. Später übernahmen Walser das damalige «Ca noua» und nannten den Ort «Bim nüwa Hus».

Sonntag, 13. August, 14.00
Führung mit Maike Oestreich, eidg. dipl. Milchtechnologin: Alpfachleute aus der Fremde

Rund ein Drittel der Alpfachleute in der Schweiz kommt aus dem Ausland – so auch Maike Oestreich, die seit einigen Sommern auf der Alp Platta arbeitet.

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Finissage
Samstag, 16. September, 14.00
mit Melinda Nadj Abonji, Schriftstellerin

Sie ist eine Seconda und weiss, was Migration bedeutet. Die Schriftstellerin Melinda Nadj Abonji kommentiert die Wanderungen im Avers aus heutiger Perspektive.

 

 

Wiederaufnahme von hexperiment IX

Hexe! Ein Ritt auf dem Zaunpfahl

Knuth und Tucek unterwegs mit ihrem 2015 im Nüwa Hus uraufgeführten Stück – jeweils lokal modifiziert.

Produktion: hexperimente
Koproduktion: Migros Kulturprozent

6. Mai Langnau im Emmental
20. Mai Olten
26. Mai Brugg
9./10. Juni Rottweil
15.–18. Juni Zürich
Weitere Spieldaten

 

Vorschau

Die Hexe als Bühnenfigur

Wer 'die Hexe' als Figur auf die Bühne bringt, kommt buchstäblich 'in Teufels Küche'. Was tun mit den bildmächtigen Stereotypen, die rund um die Hexenverfolgung und den Hexenwahn kursieren? Ina Boesch und Corinne Holtz mit einem Essay im Sammelband Zwischentöne, hg. von Christine Fischer in Zusammenarbeit mit dem ForumMusikDiversität; erscheint 2017 im Chronos-Verlag Zürich.