Jürg Kienberger
ist Musiker, Darsteller und Erfinder des musikalischen Theaters des 21.
Jahrhunderts.
Der Musiker der leisen Töne, welcher Glasharfe, E-Piano und Akkordeon gleichermassen zum Schwingen bringt, ist das
musikalische Herz der sogenannten Marthaler-Familie. Unvergessen seine
Auftritte in Schauspielproduktionen wie Hotel Angst (2000), Groundings (2003) und in
Opernproduktionen wie zuletzt in Offenbachs La Grande-Duchesse de Gérolstein (2009), wo er im
Duett mit der epochemachenden Mezzosopranistin Anne-Sofie von Otter Falsett
gesungen hat. Seinem ersten Soloprogramm Ich bin ja so allein (1998, Regie: Claudia Carigiet)
folgte Ich Biene, ergo sum, das zurzeit auf Schweizer Bühnen Erfolge feiert. Er lebt in St. Louis bei Basel.
Claudia Carigiet Kienberger
ist
Schauspielerin, Regisseurin, Autorin und Shiatsutherapeutin.
Als Schauspielerin trat sie auf wichtigen Off-Bühnen in Chur,
Aarau und Berlin auf; als Regisseurin und Ko-Autorin zeichnet sie immer wieder für
die „Marke" Kienberger verantwortlich, darunter Menschsein
macht müde am Schauspielhaus Zürich
(2002) und Heimatflimmern am Alpentöne-Festival
Altdorf (2005); ausserdem schreibt und inszeniert sie Theaterstücke für und mit
Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und hat als Kinderbuchautorin mit Gian
und Gianna auf sich aufmerksam
gemacht (2008). In der Eigenproduktion Malefica hat sie erstmals „einen Abend aus der
Hexenperspektive" gestaltet (2003). Sie lebt in St.
Louis bei Basel.
Christian Uetz
ist Poet und Performer.
Die obsessiven Performanceauftritte des studierten
(Alt)Philologen sind legendär, er gastiert an Festivals für experimentelle
Poesie und Spoken Poetry in Berlin, New York und der Schweiz. Mit Hintersinn
und Aberwitz exponiert er sich als Interpret seiner eigenen Texte. Im Rahmen des
Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs 1999 wurde ihm der 3sat-Preis zuerkannt, 2010
erhielt er den Bodensee-Literaturpreis für sein bisheriges literarisches
Gesamtwerk. Zuletzt veröffentlichte er bei Suhrkamp die Bände Don San Juan (2002) und Das Sternbild versingt (2004). Nur Du, und nur Ich ist sein erster Roman und ist im Frühling 2011
beim Secession Verlag für Literatur erschienen. Er lebt in Zürich.
Sylwia Zytynska
ist Schlagzeugerin,
Improvisatorin, Komponistin und Musikvermittlerin.
Als
international gefragte Schlagzeugerin ist sie in der komponierten und der
improvisierten Musik gleichermassen zu Hause. Sie war Mitglied des „Ensemble
13" in Karlsruhe, im Duo mit dem Geiger Egidius Streiff, im „Quartett e-motion"
u.a. mit dem Saxofonisten Marcus Weiss und spielt im „Trio selbdritt" mit
Marianne Schuppe (Stimme) und Alfred Zimmerlin (Violoncello). Sie programmiert
das Festival Neue Musik Rümlingen und initiierte 2004 das pionierhafte
Vermittlungsprojekt für neue Musik für Kinder „Gare des Enfants" im
Kulturbahnhof „Gare du Nord" in Basel. Kulturpreis der Alexander
Clavel-Stiftung (2001) und Lily Wäckerlin-Preis für Jugend und Musik (2009). Sie lebt in Basel.
Lorenz Mühlemann
ist Zitherspieler und der Schweizer Experte für dieses Instrument.
Beim ausgebildeten Lehrer dreht sich alles um die Zither. Er sammelt, restauriert, erforscht die Zither, komponiert und konzertiert und nennt sich augenzwinkernd "freischaffender Zitherer". Vor einigen Jahren hat er das Schweizer Zither-Kultur-Zentrum in Trachselwald gegründet und ist Autor des Sachbuches "Die Zither in der Schweiz". Er lebt in Trachselwald.
Kurt Patzen
ist Landwirt und Gemeindepräsident von Avers. Mit seiner Frau betreibt er im Avers einen Biobauernhof, daneben spielt er Schwyzerörgeli und Handorgel in der Kapelle Oberalp, die durch die ganze Welt tourt. Er lebt im Madris.
Julia Patzen-Tscharner
ist Drogistin und
Teilzeitbäuerin. Zusammen mit ihrem Mann züchtet sie die Bergziege Capra Grigia
mit den charakteristischen kräftigen nach aussen gebogenen Hörnern, die sie
auch als Lasttiere fürs Trekking einsetzen will. Sie unterrichtet angehende
Drogisten und Drogistinnen an der Gewerblichen Berufsschule in Chur und lebt im
Madris.
Alfred Luzi
ist Natursteinwerker und Unternehmer. Vor fünfundzwanzig Jahren begann
er, auf 2000 MüM Felsblöcke zur Herstellung von Natursteindachplatten
abzutragen und zu spalten. Seither ist aus dem Einmannbetrieb ein wichtiger
Kleinbetrieb für Natursteinarbeiten und ein unentbehrlicher Arbeitgeber im Tal
geworden.
Jürg Stoffel
ist Präsident des
Vereins zur Erhaltung historischer Stätten im Madris, den er vor zehn Jahren
gegründet hat. Als ehemaliger Landammann und Gemeindeschreiber im Avers kennt
er das Seitental Madris wie seine Hosentasche. Seit Bestehen des Vereins sind
wichtige alte Kulturdenkmäler im Madris vor dem Zerfall gerettet worden,
beispielsweise eine Suste aus dem 16. Jahrhundert, eine Wolfsgrube oder ein
„Räbchäller". Er lebt in Buchen im Prättigau.
Irene Schuler
ist Geografin und
Buchhändlerin und hat sich ganz den Bergen verschrieben. Als Bergwanderleiterin
ACE führt sie Touren im Alpenraum durch mit den Schwerpunkten Alpenflora und
Geomorphologie. Sie ist Projektleiterin Walserweg Graubünden und Herausgeberin des Wanderführers „Walserweg Graubünden. In 19
Etappen vom Hinterrhein in den Rätikon." Sie lebt in Igis.









